„PPWR.diskutieren“, Fossil, Rezyklat, Biobasiert? Wie bestimmt die PPWR die Verpackungsmaterialien der Zukunft?
Fachlicher Austausch zur PPWR und nachhaltigen Verpackungsstrategien
Wie werden die Verpackungen der Zukunft aussehen? Welche Rolle spielen Rezyklate, biobasierte Werkstoffe und fossile Materialien im Spannungsfeld neuer regulatorischer Anforderungen?
Mit diesen Fragestellungen beschäftigte sich die Veranstaltung „PPWR.diskutieren“, zu der Kunststoffe in OWL e.V., das Netzwerk biobasierte Werkstoffe (NbW) der pro Wirtschaft GT GmbH und Food-Processing Initiative e.V. gemeinsam nach Gütersloh eingeladen hatten.
Im Mittelpunkt stand die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) der Europäischen Union, die ab August 2026 EU-weit verbindlich wird und weitreichende Auswirkungen auf Verpackungsmaterialien, Produktdesign und Lieferketten haben wird. Insbesondere die Anforderungen an die Kreislauffähigkeit von Verpackungen sowie steigende Rezyklatquoten stellen Unternehmen bereits heute vor strategische Entscheidungen.
Materialstrategie 2030: Bio, Rezyklat oder fossil?
Die Veranstaltung bot Raum für den Austausch über zentrale Zukunftsfragen der Verpackungsindustrie:
- Wie beeinflusst die PPWR die Wahl zukünftiger Verpackungsmaterialien?
- Welche Entwicklungen prägen die Materialströme in der Kunststoffindustrie?
- Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft?
- Welche Rolle können biobasierte Werkstoffe künftig als Ergänzung zu Rezyklaten einnehmen?
Fachliche Impulse aus Wissenschaft und Praxis
Nach der Begrüßung und Einführung in die aktuellen Entwicklungen rund um die PPWR lieferten zwei Impulsvorträge fundierte Einblicke in regulatorische und technologische Fragestellungen.
Dr. Ingo Sartorius, Geschäftsführer der BKV GmbH, beleuchtete in seinem Vortrag die Technologie- und Marktentwicklung von Kunststoffrezyklaten sowie biobasierten Kunststoffen im Kontext von PPWR und ELVR. Seine Analyse verdeutlichte die Herausforderungen der kommenden Jahre: Ab 2030 könnten – je nach Szenario – Rezyklatlücken entstehen.
Im Anschluss zeigte Jenny Walther-Thoß, Senior Consultant Sustainability bei Berndt+Partner Consultants GmbH, welche Fragestellungen Unternehmen im Zuge der PPWR derzeit besonders beschäftigen und welche konkreten Handlungsempfehlungen auf dem Weg zur PPWR-Readiness bis 2030 relevant sind.
Austausch und Diskussion im World Café
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war das interaktive World Café, in dem die Teilnehmenden gemeinsam zentrale Fragestellungen diskutierten und Erfahrungen aus der Praxis austauschten. Auch die anschließende Paneldiskussion unter dem Titel „Materialstrategie 2030: Bio vs. Rezyklat vs. Fossil“ bot wertvolle Perspektiven auf die zukünftige Ausrichtung nachhaltiger Verpackungslösungen.
Den Abschluss bildete ein offenes Networking, das den fachlichen Austausch über Branchengrenzen hinweg weiter vertiefte.
Unser besonderer Dank gilt allen Referierenden und Teilnehmenden, die mit ihrem Engagement, ihren Erfahrungen und ihren Perspektiven zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben. Die Diskussionen haben deutlich gezeigt: Die Transformation hin zu einer zirkulären Verpackungswirtschaft erfordert Kooperation, Innovation und einen offenen Dialog entlang der gesamten Wertschöpfungskette.





